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trends & subculturesFreitag, 7. Januar 2022

GLOBAL CITY STYLE SERIES: SANKT PETERSBURG

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Text: SOPHIE HENDERSON

Übersetzung: SONJA KROLL

Barocke Paläste, romantische Kanäle und berühmte Theater: Sankt Petersburg ist eine der faszinierendsten Städte weltweit. Mit seinem berühmten Ballett im legendären Mariinsky-Theater bis hin zu den kaiserlichen Ei-Preziosen im Fabergé-Museum ist im historischen Herz der Stadt die Zeit stehengeblieben.

 

Dank seiner Lage ist Sankt Petersburg nur wenige Autostunden von der finnischen Grenze entfernt und schon immer von der minimalistischen Vision skandinavischer Mode beeinflusst worden. Die Sankt Petersburger lieben den Layering-Look, der mit der aufwendigen Architektur und der opulenten Kleidung vergangener Jahrzehnte kontrastiert.

 

Doch Sankt Petersburg ist nicht nur kulturhistorisch aufregend, sondern ganz der Moderne zugeneigt. In den umliegenden Industriegebieten hat die Erneuerung der Stadt zu einer lebendigen Galerieszene und einer zunehmenden Anzahl unabhängiger Boutiquen, Restaurants und Bars geführt. Am besten entdeckt man diese Stadtteile während der sogenannten "Weißen Nächte", wenn die Sonne zwischen Ende Mai und Anfang Juli auch nachts nicht untergeht − eine Zeit in der zahlreiche Festivals zum Leben erwecken.

 

Teil dieser Erneuerung ist auch die tschuwaschische Künstlerin Polina Osipova, die seit ihrem 16. Lebensjahr in Sankt Petersburg lebt. In der Großstadt angekommen, griff sie die von ihrer Großmutter gelehrten Handwerkskünste auf, um sich im pulsierenden Stadtleben zu verankern.

 

Mit ihren Kunstwerken besinnt sich Osipova ihrer Herkunft. Sie möchte damit die tschuwaschische Geschichte und Tradition bewahren − sie ist eine multidisziplinäre Stimme, die die künstlerische Vision der Stadt zum Ausdruck bringt. Hier zeigt sie ihre Lieblingspieces von FARFETCH und erzählt mehr über sich und Sankt Petersburg im Style Guide.

 

Polina Osipova (@polinatammi)

Künstlerin in St Petersburg, Russland, hier in Vivienne Westwood und 

Manolo Blahnik

 

Warum hast du diese FARFETCH Pieces ausgewählt und was gefällt dir so an diesem Label?

 

Ich war schon immer ein Fan von Vivienne Westwood, aber früher konnte ich mir nur ihre Vintage-Pieces leisten, nach denen ich online, auf Flohmärkten und in Second Hand-Läden fündig wurde. Als ich dann angefangen habe, mit FARFETCH zusammenzuarbeiten, habe ich auch begonnen, die Mäntel und Jeans des Labels zu tragen. Die asymmetrischen Schnitte und Prints gefallen mir besonders gut.

 

Der Look ist ziemlich rebellisch, und um das auszugleichen, trage ich dazu ein Paar Manolo Blahnik Flats. Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Fan von Sex and the City und habe mich in das Label sofort verliebt. In Manolos fühle ich mich einfach elegant und feminin. 

 

Welche Gegenden in Sankt Petersburg sind in puncto Kunst und Fashion besonders inspirierend?

 

Das Russische Museum ist meine Inspirationsquelle. Hier gibt es eine fantastische Sammlung von Trachten und Schmuck verschiedener eurasischer Nationen. Es ist das größte Museum für Ethnografie in Russland und liegt am Platz der Künste − ein absolutes Muss in Sankt Petersburg.

 

Einer meiner Lieblingsorte ist das Musikmuseum im Scheremetew-Palast. Da gibt es immer wieder Wechselausstellungen, die sich auf Mode beziehen. Das Museum hat mich schon beeindruckt, als ich mit 18 das erste Mal dort war. Ich wollte eine Ausstellung über das Djagilew-Festival ansehen, kam aber einen Tag zu spät. Ein Museumskurator hat gemerkt, wie enttäuscht ich war, dass ich die Ausstellung verpasst habe. Anschließend hat er meinen Freund und mich persönlich durch die Ausstellung geführt, obwohl diese bereits im Abbau war.

 

Später habe ich im Musikmuseum die Ausstellung "Fashion to the people! Vom Konstruktivismus zum Design" und weitere Ausstellungen mit den Skizzen von Leon Bakst für die Kostüme des Djagilew-Balletts gesehen.

 

Was bedeutet Streetstyle für dich? Hast du Stylingtipps für Petersburger Winter-Looks?

 

In Sankt Petersburg kann man sich stylen, wie man möchte. Allerdings sollte man immer ein Paar Dr. Martens besitzen, um kalten Temperaturen, Schnee und dem Regenwetter zu trotzen.

 

Ich trage Schuhe mit dicker Sohle, einen windabweisenden Mantel und eine Weste unter meinem Mantel, um warm zu bleiben. Auch meine Ohren dürfen nicht frieren, deshalb trage ich seit einigen Jahren Balaklavas.

 

Was sind deine Lieblingsboutiquen in Sankt Petersburg?

 

Was Architektur angeht, gefällt mir das Au Pont Rouge, ein Jugendstil-Meisterwerk am Ufer des Flusses Moyka. Das liegt im ehemaligen Kaufhaus Esders und Scheefhals, wo schon die Zarenfamilie einkaufen ging.

 

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