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brandsFreitag, 4. Juni 2021

Deutsches Design im Fokus

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Fast 55 Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr für Mode ausgegeben. Als einwohnerstärkstes Land Europas ist Deutschland nicht nur der ideale Absatzmarkt, sondern auch kreatives Sammelbecken für Designer und Modemarken, die sich auf den Laufstegen in London, New York, Paris und Mailand durchaus sehen lassen können. In der ersten Liga der Modedesigner spielen nämlich auch ohne der 2019 verstorbenen Fashion-Ikone Karl Lagerfeld mittlerweile zahlreiche deutsche Labels auf höchstem Niveau.

 

Obwohl international äußerst erfolgreich, werden deutsche Designer und Modelabels jedoch selten an erster Stelle genannt, wenn es um Luxusmode geht. Am fehlenden Talent liegt es nicht, vielleicht aber an der deutschen Vorliebe für Understatement und Minimalismus. Opulentes Design oder skurrile Innovation überlassen die deutschen Designer gerne Versace, Gaultier und Co. Schlicht und klassisch kann Deutschland dagegen richtig gut, man siehe nur Hugo Boss und Jil Sander. Und mit der 2007 erstmals durchgeführten Fashion Week Berlin hat Deutschland mittlerweile ein eigenes, immer mehr Aufmerksamkeit erregendes Mode-Event. Lies weiter, wenn du wissen möchtest, welche deutschen Designer und Labels wir in unser virtuelles Schaufenster bei FARFETCH stellen würden.

Philipp Plein

Räumen wir mit dem “quadratisch – praktisch – gut”-Vorurteil doch gleich mal auf: Klotzen und Bling können wir auch – wie Designer Philipp Plein seit 2003 unter Beweis stellt. Davor machte Plein schon als Student im Bereich Design erste Schritte – damals noch mit Luxus-Hundesofas. Der geborene Münchner liebt es, mit seinen unkonventionellen Designs zu provozieren. Extravagante Schnitte gesellen sich bei Plein zu extrem figurbetonten Silhouetten. Vor allem die (Nicht-) Farbe Schwarz taucht bei Plein immer wieder auf, ebenso wie Leder, Nieten und Applikationen. Der selbsternannte “Maximalist” kreiert seine Designs als Mischung aus street-tauglicher Sportbekleidung und umwerfender Abendgarderobe: In der Plein-typischen, nietenbesetzten Lederjacke mit aufwändigen Appliqués erstmal mit der Harley auf die Straße und dann über dem Paillettenkleid in den Club der Stunde. Ein Look, der nicht jeden Geschmack trifft, aber auf jeden Fall immer für einen zweiten Blick sorgt.

Dorothee Schumacher

Kontrastprogramm gefällig? Dorothee Schumacher macht weibliche Mode, die sich mit einem Wort beschreiben lässt: “classy”. Für die Düsseldorfer Kosmopolitin soll Mode nicht nur tragbar sein, sondern auch mit einer Portion Romantik für ein Lebensgefühl sorgen, dass ihrer Trägerin Power und Eleganz verleiht. Kein Wunder also, dass die Stücke aus Dorothee Schumachers Kollektionen in jede Kapselgarderobe passen würden. Schumacher kreiert ihre zeitlosen Pieces mit hochwertigen Materialien, klassischen Silhouetten und reduziertem Design – eine Reaktion auf ihre Anfänge in der Modeindustrie Ende der 1980er Jahre. Aus der ersten eigenen T-Shirt-Kollektion wuchs im Laufe der Zeit ein Label, dessen Trademark die farbenfrohe, weibliche Eleganz ist - siehe die weich fallenden Cropped-Hosen im blumigen Design. Vom ersten eigenen, 1994 in Düsseldorf eröffneten Showroom aus hat die Marke Schumacher mittlerweile die Welt erobert. Vor allem in den USA ist Dorothee Schumacher besonders erfolgreich – was sich auch daran abliest, dass das Label in dem in der Modewelt spielenden Hollywood-Film “Der Teufel trägt Prada” (2006) Erwähnung fand.

Jil Sander

Die Meisterin des deutschen Minimalismus ist bereits seit über 50 Jahren die Hamburgerin Jil Sander. Ihre Vorliebe für klare Linien, schnörkellose Schnitte und einen generellen “Weniger ist mehr”-Ansatz beim Design ihrer Kollektionen verhalfen der Modeschöpferin zu ihrem Spitznamen “Queen of Less”. Und tatsächlich – die Sander-Kollektionen zeichnen sich durch reduzierte Eleganz aus. Damit stand Jil Sander in ihren Anfangstagen im Kontrast zur dominierenden Mode der Zeit: Statt auf verspielte, florale Rüschenkleider setzte Sander auf Funktionalität und Schlichtheit, die bis dato eher für Herrenmode charaktistisch waren. Dennoch traf Sander damit genau den Zeitgeist: Dank fortschreitender Emanzipation brauchten Karrierefrauen die entsprechenden Powersuits. Karrieremänner ebenso. Diesem Stil ist die heute 77-Jährige immer treu geblieben. Ganz gleich, ob du ein Vintage-Teil aus den 80ern, eine Piece aus der Prada-Phase, oder etwas aus den aktuellen Uniqlo- und Sander-Kollektionen kaufst, Jil Sanders Designs sind extremst zeitlos und ausnahmslos aus hochwertigen Materialien gearbeitet. Eine klassische Hemdjacke wie diese aus der aktuellen Kollektion eignet sich daher sowohl als Sammler- und Investitionsstück, aber auch als cooles Daily.

Boris Bidjan Saberi

Und wieder eine 180-Grad-Wendung – diesmal in Richtung Street und Skate. Zur neuen Riege deutscher Designer gehört unbedingt auch der Wahl-Barceloner Boris Bidjan Saberi. Die Liebe zur Mode wurde dem geborenen Münchner bereits in die Wiege gelegt: Seine Eltern hatten ihr eigenes Modeunternehmen. 29 Jahre später startete Saberi sein gleichnamiges Label, das heute in Barcelona zu Hause ist. Entscheidend für den Stil des Deutsch-Persers sind seine Wurzeln in zwei Kulturen. Im Spannungsfeld zwischen europäischer und nahöstlicher Kultur “verschmelzen Materialien und exakte Schnitte zu einer instinktiven Primitivität”. Von “primitiv” kann bei den avantgardistischen Kollektionen des Designers jedoch keine Rede sein. Saberis Stil mit dem “worn look” - siehe die halbhohe Skinny-Jeans aus der neuen Saison - mag industriell und edel-schlampig daherkommen, ist aber immer mit einer charakteristischen Detailliebe verarbeitet, die den Pieces eine hochwertige Coolheit verleiht. Mit ihren präzisen und auffälligen Schnitten in Kombination mit Skate- und Street-Elementen gehören die Boris Bidjan Saberi-Designs derzeit zu den spannendsten Kollektionen zeitgenössischer Designer.

BOSS

 

Aus der deutschen Herrenmode nicht wegzudenken: BOSS und Boss Hugo Boss. Dass das deutsche Unternehmen mit fast hundertjähriger Firmengeschichte noch immer an der Spitze der deutschen Modeindustrie steht, spricht für sich. Verantwortlich dafür war neben dem ehemaligen Chefdesigner Walter Baldessarini auch der Börsengang des Unternehmens in den 80er Jahren. Mit der Expansion in die Damenmode, die Zweitlinien Hugo und Boss Orange, sowie einer Sport- und einer Kinderkollektion deckt Boss mittlerweile alles ab, was modebewusste Käufer suchen: Elegante Schnitte, legere oder auch reduzierte Looks verbindet Boss mit zeitgenössischen Designs. Das alles natürlich deutsch-präzise verarbeitet in edlen Materialien und vielseitigen Farben. Die Herrenanzüge von Boss sind legendär, aber auch Knitwear oder legerere Freizeit-Styles bis hin zum passenden Sneaker werden von dem Label heute entworfen. Wer also von Kopf bis Fuß Boss sein will, braucht nur noch ein Tröpfchen des gleichnamigen Parfüms hinter dem Ohr.

Iris von Arnim

Wofür ein Krankenhausaufenthalt so gut sein kann... Genau im Krankenhaus fand Designerin Iris von Arnim einst ihre Bestimmung. Das Stricken als Zeitvertreib bei der Genesung wurde zur Lebensaufgabe, und heute ist Iris von Arnim quasi synonym mit chicem Edelstrick. Kaschmir als Strickwarenmaterial wurde von von Arnim einst in den 1980ern nach Deutschland gebracht und bestimmt seitdem die Kollektionen der “Kaschmir-Königin”. Dass Strick nicht altbacksch sein muss, beweist von Arnim immer wieder aufs Neue. Typisch für ihre Kollektionen ist, dass sie nicht vor kräftigen Farben zurückschreckt und immer wieder auch auf Muster wie Zöpfe und Rippen setzt, wie auch beim Rundhals-Cardigan aus der neuen Saison. Seit Neuestem zeigt sich das Label nun auch umweltbewusst: Mit einer “Zero Waste”-Kollektion will Iris von Arnim beweisen, dass sie das edle Naturmaterial schätzt und liebt: Restgarne werden nicht entsorgt, sondern aufbewahrt und in der so genannten “Re Edition” in limiterter Auflage wiederverwertet. So wird Nachhaltigkeit zum Sammlerstück.

Karl Lagerfeld Letters Kettengürtel | Mykita getönte Pilotenbrille | MCM Portemonnaie mit Kettenriemen

 

Zuletzt noch ein kurzer Blick auf Top-Modemarken aus Deutschland, deren Accessoires besonders angesagt sind. Hier endlich kommt der Name Karl Lagerfeld ins Gespräch. Seit dem Tod des Star-Designers führten die Nachfolger Hun Kim und Carine Roitfeld die Luxusmarke im Sinne Lagerfelds weiter: Pariser Chic meets edgy coolness. Die Kollektionen des Labels umfassen nicht nur Ready-to-wear für Damen und Herren sondern auch Accessoires. Für die Accessoire-Linie hat zuletzt übrigens Top-Model Amber Valetta entworfen. - Im Bereich Brillenmode hat sich die Berliner Brillenschmiede Mykita mit ihren herausragenden Designs als tonangebend etabliert. Das Avantgarde-Brillenlabel setzt bei der Herstellung auf neueste Technologien und produziert im Berliner Hauptquartier seine eigenen patentierten, schraubenlosen Scharniere. Mit einer Brille von Mykita schmückt sich derzeit alles, was in Hollywood einen Namen hat – von Angelina Jolie bis Tom Cruise. - Last but not least, der deutsche Klassiker der Lederwaren. MCM steht für Michael Cromer München, gegründet Ende der 1970er Jahre in der bayerischen Hauptstadt. Doch von Provinzialität ist bei MCM keine Spur: Es gibt kaum ein Luxushotel der Welt, in dessen Foyer die Taschen und Koffer der Marke mit dem typischen Logomuster und den blanken Messengverschlüssen nicht glitzern. Seit 2005 gehört die Marke der koreanischen Sungjoo Group und kooperiert beim Design mittlerweile mit hippen Labels wie Phenomenon und Künstlern wie Sänger will.i.am.

 

An großen Designer-Labels mangelt es also in Deutschland nicht. Und die nächste Garde steht bereits in den Startlöchern. Vor allem Berlin hat sich in den letzten Jahren zum neuen Modezentrum Deutschlands gemausert. Mehr als 800 Designer sollen allein in der Bundeshauptstadt arbeiten. Wir sind gespannt, was die Zukunft für deutsche Mode in petto hat.

 

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