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trends & subculturesFreitag, 3. Dezember 2021

GLOBAL CITY STYLE SERIES: Seoul

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Text: HOLLY MARGERRISON

Übersetzung: SONJA KROLL

In Seoul verbinden sich Vergangenheit und Moderne nahtlos miteinander - eine Stadt, die niemals still steht. Die südkoreanische Metropole ist ein Reiseziel der Gegensätze – urbane Ästhetik neben Grünflächen; karrierefokussierte  junge Leute, die mit alteingesessenen Seoulern zusammenstoßen; ausgefallene Gebäude, in denen zeitgenössische Veranstaltungen stattfinden.

Kein Wunder also, dass Seouls Mode von der dynamischen Lebenseinstellung seiner Einwohner angetrieben wird. Dem Vorbild der K-Pop-Gruppen folgend wurden Traditionsmarken von Balenciaga bis Gucci plötzlich wieder hip. Gleichzeitig entwickelten einheimische Talente wie Gentle Monster und AMBUSH innovative neue Identitäten. Südkorea ist führend an der Revolution des traditionellen Einzelhandels beteiligt und stürzt sich mit neuen Serviceangeboten auf der Basis von künstlicher Intelligenz, Robotik und Internet in eine schnelllebige Zukunft.

Seoul hat mittlerweile seinen ganz eigenen kulturellen Zeitgeist und gewinnt in den Bereichen Mode, Musik und Beauty an Bedeutung. Die Stadt ist synonym für einen “clean, polished style”, eine Stadt, die sich dem Neuen und Unbekannten öffnet. Das macht ihre Einwohner zu Experten darin, ihren Look, ihre Accessoires und Footwear an ihre jeweilige Umgebung anzupassen.

Aus der Stadt, die sich immer ändert, verrät uns Ines Kim xiere aktuelle Lieblingsbrands, erklärt, wie Seoul xieren Stil prägt und wie xiere persönlichen Erfahrungen als Ärztin und Digital Creative die ständigen Widersprüche der Stadt widerspiegeln.

Ines Kim (a.k.a Chilli)

Doctor of Korean Medicine und Digital Creator in Seoul, Südkorea

 

 

Erzähl uns, warum du dich für das FARFETCH-Piece entschieden hast, das du gerade anhast. Was gefällt dir an dieser Brand?

 

Ich trage einen braunen Anzug von LOW CLASSIC, einem legendären Label aus Seoul. Die Brand bringt jede Saison raffinierte Looks mit schlichten, aber klassischen Designs, eleganten Silhouetten und interessanten Details heraus. Für mich drückt dieser maßgeschneiderte Anzug einen schlichten Ton aus, während der schwere Stoff den typischen Stil der Frauen aus Seoul verkörpert.

 

 

Wie würdest du den Style deiner Stadt beschreiben? Wie beeinflusst Seoul deinen Stil?

 

Die Seouler sind lebendig und clever. Trends werden schnell erfasst und verfolgt. Gleiches gilt für Fashion und Beauty. Man kann sofort erkennen, was gerade trendy ist, indem man sich einfach die Looks der Seouler ansieht. So sehr sie von Schönheit angezogen sind, gleichzeitig sehen sie auch kritisch auf die Details. Ob Street- oder Designermarken, die Seouler kleiden sich ordentlich und pflegen ihre Kleidung. Außerdem sind ihnen gutes Benehmen, eine positive Einstellung und die TPOs (Kleiderauswahl je nach Time, Place und Occasion) wichtig.

 

Es mag zwar einige negative Vorurteile geben, dass den Koreanern zu wichtig ist, wie andere sie sehen; aber ich finde diese Einstellung ziemlich faszinierend, da die Koreaner bei der Auswahl eines Looks/Style immer versuchen, die Situation und den Ort zu verstehen, um so die Atmosphäre der Occasion im angemessenen Rahmen zu genießen.

Was liebst du am Leben in Seoul am meisten? Wieso hast du dich entschieden, in dieser einzigartigen Stadt zu leben?

 

Seoul ist eine dicht besiedelte Stadt, in ihre lange Geschichte an jeder Ecke zu spüren ist. Ihre Einwohner sind es gewohnt, auf ihrem Weg durch die Stadt die Grenzen der Zeit zu überschreiten. Während man die neuesten Ökoweine trinkt,  genießt man ein Konzert in einer uralten Venue, in der die sorgsam ausgewählten Lampen auf die Designer-Stühle abgestimmt sind. Beim Bummeln durch geschichtsträchtige Orte wie den Jongmyo-Schrein und unsere alten Paläste wird die spannende Geschichte der Stadt lebendig.

 

Der Deoksugung-Palast (wo der Shoot stattfand) ist einer dieser Orte. Beim Spaziergang auf dem berühmten Stonewall Walkway, eine der beliebtesten Promenaden der Seouler, sieht man im Herbst die bunte Blätterpracht besonders schön. Und dann gibt es überall noch wunderschöne Gebäude, die die Seouler lieben.

 

 

Wo kaufst du in Seoul ein?

 

In den letzten Jahren haben in Seoul die Flagship-Stores einiger großer Marken neu eröffnet. Ich kaufe lieber in den Flagship-Stores als in Kaufhäusern ein, weil es dort nicht nur mehr Auswahl gibt, sondern weil ich auch die Innenausstattung liebe, die die Philosophie jedes Modehauses widerspiegelt. Mich inspirieren diese Weltklasse-Architekturen, die entworfen wurden, um sich an das Erbe jeder Marke anzupassen. Zu den jüngsten Neueröffnungen zählen Gucci House, Jean Nouvels Dolce & Gabbana, Frank Garys Maison Louis Vuitton, Christian de Portzamparcs elegantes House of Dior und Peter Marinos CHANEL, das an Gabrielle Chanels Wohnung erinnert.

 

Ich kaufe außerdem gerne in Boutiquen ein, die sich stark spezialisiert haben, zum Beispiel 10 Corso Como Seoul, BOONTHESHOP und ADEKUVER. Zudem mag ich Vintage-Shops wie SELVAGE PROJECT, in denen man die Perspektive des Creative Director und seine Leidenschaft für den Shop spüren kann.

 

Welche Staples gehören in den verschiedenen Jahreszeiten in eine typische Seoul-Garderobe?

 

Obwohl die vier Jahreszeiten in Seoul nicht mehr so ​​ausgeprägt sind wie früher, gibt es dennoch Unterschiede. Im Frühling würde ich den schönen, farbigen Cardigan von Alessandra Rich für Picknicks im Hangang Park und Yongsan Park empfehlen. Cecilie Bahnsens leichte Kleider sind perfekt für feuchtwarme Sommertage. Da Layering zwischen den Jahreszeiten unverzichtbar ist, ist der lässige Trenchcoat von Lemaire ein Must-Have im Herbst.

 

In der Party- und Feiersaison empfehle ich den Seoulern ein vielseitiges Kleidungsstück, das man vom Spätherbst bis zur Weihnachtszeit tragen kann. Zum Beispiel der hochwertige Kaschmirmantel von Jil Sander, den man nicht nur im Büro, sondern auch für Partys anziehen kann.

 

 

Für welche Jahreszeit ziehst du dich am liebsten an und warum?

 

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit, weil er für meine Stadt einfach typisch ist. Seoul ist voller Kontraste, und diese Dualität nehmen die Seouler auch in ihrem Style auf.

 

Die Natur ist in Seoul immer ganz nah, und am schönsten ist die Landschaft im Herbst. Außerdem liebe ich einfach Herbst/Winter-Saisonstücke wie chunky Knitwear, Lederröcke und Trenchcoats.

 

Was motiviert dich, als Ärztin und Digital Creator zwei so ganz unterschiedliche Jobs auszuüben? Ändert sich dein Stil je nach Job?

 

Tatsächlich ist für mich das Spannendste daran, dass die beiden Berufe nichts gemeinsam haben. Ich könnte an Fashion nicht so viel Spaß haben, wenn die beiden Bereiche nicht so völlig unterschiedlich wären.

 

In meiner Praxis bevorzuge ich definitiv einen klassischen und formellen Stil wie Totême-Knitwear und Hosen von JOSEPH. Das hat auch damit zu tun, dass in Korea der Beruf eines  Mediziners eben ein konservatives Bild vermittelt.

 

Als Digital Creator tendiere ich zu auffälligeren Designs, trendorientierten Stücken und unterschiedlichen Farbtönen. Von einem Magda Butrym Bodysuit über Jacquemus’ Cropped-Knits bis hin zu CHANEL Boots. Das ist eindeutig ein anderer Style, aber ich finde, beide Stile drücken meine Identität perfekt aus.

 

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