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trends & subculturesFreitag, 23. Juli 2021

5 asiatische Modedesigner*innen, die Sie auf dem Schirm haben sollten

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Text: EMIKA OHTA SEGER

Übersetzung: SONJA KROLL

Unter dem Hashtag #StopAsianHate bekunden derzeit in Nordamerika und Europa Prominente, Designer und viele andere ihre Solidarität mit Menschen asiatischer Abstammung und teilen ihre eigenen Erfahrungen und Messages, nachdem die alltägliche Diskriminierung und eine Reihe von Hassverbrechen gegen Mitbürger mit asiatischem Hintergrund die Welt erschüttert hat. 

 

Auch wenn der tief verwurzelte Rassismus gegenüber der asiatischen Community wohl nicht über Nacht verschwinden wird, gibt es ein paar kleine Dinge, die wir tun können, um unser Bewusstsein zu schärfen und die Community zu unterstützen. Die faszinierenden Kulturen und herausragende Talente zu zelebrieren, ist eines davon.

 

Wir haben einige der spannendsten asiatischen Designer ausgewählt, die jeder kennen sollte. Entdecken Sie die nächste Generation chinesischer Labels, die das mittlerweile veraltete Vorurteil von „Made in China“ auf den Kopf stellen. Staunen Sie über koreanische Brands, deren kultureller Reichtum mühelos über K-Pop hinausgeht, und feiern Sie mit uns einen japanischen Designer, der mit seinen genderfluiden Pieces globale Wirkung hat.

 

Susan Fang

 

Susan Fang ist eine chinesische Designerin mit Sitz in London und Shanghai. Nach ihrem Fashion-Abschluss an der renommierten Central Saint Martins School in London baute Fang ihre Fähigkeiten bei Céline und Stella McCartney aus. 2017 gründete sie ihr gleichnamiges Label, war Halbfinalistin des LVMH-Preises 2019 und wurde im vergangenen Jahr als eine von „Forbes 30 Under 30 Asia” in der Kategorie Kunst ausgezeichnet. Fang ist außerdem bekannt für ihren „Air-Weave“-Prozess, bei dem mehrere Stoffschichten so verwebt werden, dass sie ein einzigartiges gitterartiges Muster mit elastischen Eigenschaften bilden. Fangs Kollektionen bestehen aus knallbunten Kleidern voller Optimismus und Accessoires mit durchsichtigen Bubble Beads.

 

Eines der Key-Pieces der aktuellen Saison ist das verträumte Midikleid, das mit seinen pastellfarbenen „Pinselstrichen” auf einem reinweißen Canvas wie ein Gemälde wirkt. Das abstrakte Muster wird durch Organzaschichten erzeugt, durch das Federn durchscheinen. Die Mini-Umhängetasche mit den charakteristischen durchsichtigen Perlen der Brand ist ein Stück in limitierter Auflage, das nur bei FARFETCH und Browns erhältlich ist. Der gefranste Schultergurt erinnert an Wassertropfen und verleiht seinen Träger*innen die Aura einer Wassernymphe.

 

SAMUEL GUÌ YANG

 

Samuel Yang, geboren in der chinesischen Provinz Guangdong, gründete das Label SAMUEL GUÌ YANG im Jahr 2015, nachdem er seinen MA in Central Saint Martins School abgeschlossen hatte. Samuels Lebens- und Arbeitspartner Erik Litzén stieß 2017 dazu - seitdem arbeiten die beiden als kreatives Duo. Die Kollektionen des Labels sind minimalistisch und eklektisch, in deren raffinierten Designs mit Details, die an traditionelle chinesische Kleidung erinnern, sich Kreativität, Nachhaltigkeit und Formorientierung vereinen.

 

Die Hemdjacke Bat lässt sich je nach Lust und Laune unterschiedlich tragen – das breite Trenchcoat-artige Revers lässt sich als klassischer Kragen knöpfen und ist damit ein perfektes Kleidungsstück der Zukunft. Die hochgeschlossene Jacke mit ihren Halsdetails im Qipao-Stil ist dagegen aufwendig tailliert geschnitten. Kraftvoll zeigen sich diese Pieces als Verschmelzung chinesischer Tradition und Moderne, die an Wong Kar Wais Film „In the Mood for Love“ und an das Hongkong der 60er Jahre erinnert, ein Melting Pot, in dem sich Ost und West trafen. Das sind Pieces, die man mit Stolz und Haltung trägt.

yuhan wang

 

Nach ihrem Abschluss an der Central Saint Martins School sammelte Yuhan Wang erste Erfahrungen bei Marni, bevor sie 2018 ihr eigentliches Debüt gab. Der Londoner Mode-Inkubator Fashion East wählte Wang für die Saison Frühjahr/Sommer 2019 aus und stellte sie neben Charlotte Knowles (jetzt KNWLS) und ASAI als „Promising Talent” vor.

 

Der Schlüssel zu Wangs Kultstatus ist ihr einzigartiges Weltbild, das zugleich poetisch, romantisch und rebellisch ist. Feminine Silhouetten, filigrane Details, verspielte Proportionen, die perfekte Balance zwischen Haut und strukturierten Designs, die mit weichen Materialien überlagert sind, sind die Markenzeichen der Brand. Die aktuelle Kollektion bringt charakteristische Blumenkleider sowie Röcke mit gestickten Traubenmotiven und gestuften Rüschen. Der neutrale Spitzen-Cardigan wird mit auffälligen roten Knöpfen aufgepeppt – den Look können Sie mit dem passenden Midirock mit ausgestelltem Saum vervollständigen.

sulvam

 

Teppei Fujita, arbeitete als Schnittmacher bei Yohji Yamamoto und debütierte seine Brand sulvam im Herbst/Winter 2014 in Tokio. Seit 2018 zeigt das Label zeigt seine Kollektionen hauptsächlich in Paris. Seine Fangemeinde in Japan und im Ausland wächst seitdem stetig. Im Zentrum der Designs steht die Idee einer „Kleidung, die Teil von dir wird“. Auf der Basis seiner ausgefeilten Schneider- und Schnitttechniken fügt Fujita Details hinzu, die den Pieces ein Gefühl von Verspieltheit und Leichtigkeit geben.

 

Japan ist für seine gesellschaftliche Akzeptanz von Geschlechterneutralität in der Mode bekannt, insbesondere wenn es um heterosexuelle cis-Männer geht, die sich gerne „weiblich“ kleiden. Für Fujita als japanischer Designer mag dieser Ansatz selbstverständlich sein – das Label stellt seinen Unisex-Charakter weder in den Vordergrund ihres Brandings noch macht sie den Ansatz zum Ein und Alles, aber dennoch sind Designs nicht durch Geschlechtergrenzen eingeschränkt. „Auch in einer Welt ohne absolute Klarheit sollten wir ein unerschütterliches Selbstwertgefühl haben, nur solche Kleidung tragen, die wir wirklich mögen, und unermüdlich nach vorne schauen.“

 

Eines der Kernelemente aus der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2021 war Fujitas überraschender Einsatz von Farbe. Maßgeschneiderte Styles in neutralen Farben wie Grau und Schwarz akzentuierte der Designer mit Blassrosa, am Saum hervorschauenden Futtern und knalligen Kontrasteinsätzen. Obwohl Schwarz oft als „schwere“ Farbe angesehen wird, setzte Fujita es für federleichte, transparente Hemden ein, die licht- und luftdurchlässig sind. Ein perfektes Stück für das Sommer-Layering.

Rokh

 

Rokh wurde 2016 von dem koreanischen Designer Rok Hwang gegründet. In Seoul geboren, wuchs Hwang in Texas, USA, auf und verfeinerte nach seinem Abschluss an der Central Saint Martins School in London seinen Geschmack und seine Fähigkeiten bei Céline und Louis Vuitton. Hwang ist bekannt für seine dekonstruierten und aufwendig zugeschnittenen Pieces, inspiriert von seinen Erfahrungen mit verschiedenen Kulturen. Klassische Outfits in neutralen Farben werden dezent mit überraschenden Details wie Cut-outs und Asymmetrie aufgewertet. Der Slogan der Marke ist „Artisanal Imperfection®️“ - und gleichzeitig Programm, denn Rokh feiert Beauty in der Unvollkommenheit mithilfe herausragender Handwerkskunst.

 

In vielen Posts von Rokh auf Instagram sind Models oder Kleidung zu sehen, die aufgeklebte Beschreibungen zeigen. Dies spiegelt den Wabi-Sabi-Ansatz des Labels und seine Liebe für „Kunst mit Makel” im Rokh-Branding wider. Das so aufgebrochene und dennoch zusammenhängende Design ist die Schneiderkunst Hwangs, wie beispielsweise beim Trenchcoat mit abnehmbaren Lederärmeln oder dem asymmetrischen Rock mit seinem einzigartigen Cut-Out-Saum und unregelmäßigen Falten.

 

 

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