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La Vie En Rose

Schauspielerin Leslie Rose spricht über starke Frauenrollen und ihren eigenen Stil

Wir würden es Rose Leslie verzeihen, dass Sie es anstrengend findet, immer mit den fünf gleichen Worten begrüßt zu werden, sobald sie das Haus verlässt – selbst, wenn diese fünf Worte ‘You know nothing, Jon Snow’ lauten und aus der berühmten Erfolgsserie Game of Thrones zitiert werden. Aber dafür ist Rose viel zu höflich. “Es ist toll, diesen Ruhm zu spüren”, versichert sie uns. “Ich finde, ich kann mich glücklich schätzen, mit diesem berühmten Satz in Verbindung gebracht zu werden und Teil einer Serie zu sein, die weltweit so viele Fans hat.”

Text von Hollie Moat. Übersetzt von Ute Klöpper. Fotos von Tom Craig. Styling von Poppy Kain.

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In den USA sind alle ganz verrückt nach The Good Fight. Denken Sie, das liegt an der Aktualitätsbezogenheit dieser Serie? Es werden Themen wie Fake News angesprochen und in der ersten Folge sieht Diane Lockhart die Amtseinführung von Donald Trump …

Rose Leslie: ”Ja. Und ich bin stolz, dass Robert und Michelle King entschieden haben, einfach anzusprechen, worauf das Publikum ihrer Meinung nach aufmerksam gemacht werden sollte. In der ersten Folge kann man sich sehr gut in Diane hineinversetzen, ganz egal, wie man zum Wahlsieg von Donald Trump steht. Dianes Gesicht ist so wunderbar bleich… Sie können Ihre eigenen Gedanken auf dieses Gesicht projizieren und sich sagen: ‘Oh Gott, so fühlt sie sich gerade’. Das finde ich sehr clever.”

Die Serie zeigt das Arbeitsumfeld von Anwälten. Maia hat gerade ihr Staatsexamen gemacht. Mussten Sie Jura studieren, um sich auf den Dreh vorzubereiten?

“Ich hatte künstlerische Freiheit. Maia ist selbst sehr unerfahren, wenn es um Gerichtsverhandlungen geht. Es kam mir entgegen, dass Maia auch das erste Mal im Gerichtshof stand. Da war es nicht so schlimm, dass ich nervös war als ich jemand in den Zeugenstand berufen musste. Ich habe gelernt, welche Konzepte hinter Begriffen wie Gerichtsverfahren, Schiedsverfahren und Eid stehen. Vorher hatte ich nur eine vage Vorstellung davon. Ich musste aber die Bedeutung begreifen, denn es wäre unprofessionell von mir, Worte auszusprechen, die ich nicht verstehe.”

Kleid von Loewe über Tiziana Fausti und Mules von Dorateymur über Bernard Boutique.

"Ich spiele am liebsten Frauen, die ihren eigenen Komfortbereich verlassen müssen. Sie haben es erst schwer mit der neuen Situation. Dann merken sie, dass sie Rückgrat haben und gegen den Strom schwimmen können.”

 

 

Sie haben mit den berühmten Schauspielerinnen Christine Baranski und Bernadette Peters gedreht – haben die beiden Ihre Erwartungen erfüllt?

“Die beiden sind so unglaublich großzügig und anmutig. Und sie sind wirklich sehr nett, zuvorkommend und professionell. Nach ein paar wenigen Proben ist die Szene im Kasten. Da sitzt man da und denkt: ‘Oh Gott, jetzt muss ich mir wirklich Mühe geben, ich drehe mit Bernadette Peters.’ Und sie war so eine bezaubernde Kollegin, genauso wie Christine, die von Anfang an sehr nett zu mir war. Mir ist klar geworden, dass wir alle zusammen ein neues, gemeinsames Projekt beginnen. Christine kennt das Set sehr gut und es war ihr wichtig, dass ich mich sofort willkommen fühle.”

Sie spielen immer sehr starke Charaktere. Maia ist eine Kämpferin, Ygritte eine Kriegerin. Sogar Gwen aus Downtown Abbey weigerte sich, den Status quo zu akzeptieren…

“Ja. Ich spiele am liebsten Frauen, die ihren eigenen Komfortbereich verlassen müssen. Sie haben es erst schwer mit der neuen Situation. Dann merken sie, dass sie Rückgrat haben und gegen den Strom schwimmen können – das könnte man als stark bezeichnen. Maia gerät in eine extrem miserable Lage. Sie hatte eine sehr enge Beziehung zu ihrem Vater, kann ihm aber nicht mehr trauen, als ihr klar wird, dass er so viele unschuldige Menschen betrogen und ihre Leben ruiniert hat. Außerdem hat er ihre hart erkämpfte Karriere aufs Spiel gesetzt. Ich sehe sie als eine Frau, die nicht ihre eigenen Wünsche an die erste Stelle setzt und habe mich entschieden, zu zeigen, dass sie genauso gut ist, wie ihre Kollegen, obwohl sie den unglaublichen Vorteil hat, dass ihre Eltern Milliardäre sind.”

“Dans Ansatz ist sehr modern. Er zeigt, wie viel Kraft und Macht man mit und durch Mode haben kann, indem er die Outfits auf die Gefühlslage der Protagonisten abstimmt.”

The Good Wife wurde für die stylischen Outfits gerühmt. Dürfen wir von The Good Fight weitere Fashion-Highlights erwarten?

“Ich täte Dan Lawson sehr unrecht, wenn ich seine Arbeit nicht loben würde. Er war bei The Good Wife Kostümdesigner und ist auch bei The Good Fight mit im Team. Und er bleibt seinem Stil treu. Dans Ansatz ist sehr modern. Er zeigt, wie viel Kraft und Macht man mit und durch Mode haben kann, indem er die Outfits auf die Gefühlslage der Protagonisten abstimmt. So sehen die Zuschauer, was die Figur in einer bestimmten Folge fühlt. Maia trägt zum Beispiel keine bunten Farben oder Muster, weil sie sich sehr schlecht fühlt. Die Kleider und eintönigen Farben, die sie wählt, bringen ihr niedriges Selbstbewusstsein zum Ausdruck. Dan ist wirklich ein Meister seiner Kunst.”

Welches Kostüm hat Ihnen bis jetzt am besten gefallen?

“In High-Heels bin ich nicht sehr elegant. Ich bevorzuge Ygrittes flache Stiefel. Ich habe es geliebt, diese Rüstungen zu tragen und mit Pfeil und Bogen durch den Schlamm zu laufen. Aber in The Good Fight habe ich wirklich tolle Outfits getragen: Ich hatte einen wunderschönen Hosenanzug von Alexander McQueen an und dazu einen Mantel von Helmut Lang. Maias Garderobe war einfach umwerfend! Es hat mir großen Spaß gemacht, etwas zu tragen was ich im wahren Leben nie anziehen kann – als Schauspielerin läuft man eben nicht jeden Tag in Businesswear rum.”

 

Welche Rolle entspricht Ihnen stilistisch am meisten?

“Mit 22 hätte ich sicher gesagt, dass Ygritte mir stilistisch am meisten ähnelt, wobei etwas jungenhafter ist als ich. Jetzt denke ich, dass ich mich eher in Richtung Maia entwickele… Ich bin jetzt 30 Jahre alt…”

Bei den Olivier Awards hatten Sie ein Kleid von Christian Dior an und sahen umwerfend aus. Macht es Ihnen Spaß, sich für den roten Teppich aufzustylen, oder ist das eher eine lästige Angelegenheit?

"Das ist ein Heidenspaß! Ich hätte wirklich große Mühe, Ihnen in die Augen zu schauen und zu behaupten, ich würde es nicht genießen, zwei Stunden lang in der Maske zu sitzen und gestylt zu werden. Diese Vorbereitung auf das Event macht Spaß, weil es eine Teamaufgabe ist – man braucht dazu eine ganze Mannschaft!”

Welches der Outfits aus diesem Shoot würden Sie gerne mit nach Hause nehmen?

“Ich hatte ein tolles, gestreiftes Kleid von Loewe an, mit einem unkonventionellen Kragen, einem breiten Schleifenband um die Hüfte und tiefen Schultern. Ich finde es interessant, wenn Kleidung ausgefallen ist. Das passt zu meinem eigenen Stil und verschiedenen Aspekten meines Lebens. Es gefällt mir, nicht der naheliegenden Route zu folgen.”